Ethernet
Das Ethernet Netzwerk
Ethernet ist der auf der Welt wohl meist angewendete Datenübertragungsstandard. Der
Standard wurde ursprünglich entwickelt um Daten sehr schnell in einem lokalen Netzwerk
(LAN - Local Area Network) zu übertragen. Durch das Versenden von Daten in einzelnen
Datenpaketen werden sehr hohe Übertragungswerte erreicht. Ein typischer Wert ist
10Mbit/Sek. Der Ethernet-Netzwerkmechanismus wurde durch das 'Institute of Electrical and
Electronic Engineers' (IEEE) standardisiert unter dem Namen 'IEEE 802.3-Standard' unter
Zugrundelegung von TCP/IP als typisches Übertragungsprotokoll. Detaillierte Informationen
betreffend der dem Standard entsprechenden Verkabelung können von den Organisationen
PLASA und ESTA bezogen werden.
Ist ein Ethernet Netzwerk teuer?
Durch die weite Verbreitung der Ethernet-Netzwerk-Technik durch die Computerindustrie, sind
standard Ethernet-Komponenten heutzutage kostengünstig erhältlich. Beispielsweise Kabel,
Steckverbinder, Netzwerkkarten für Computer und Ethernet-Hubs sind weltweit einfach
erhältlich und die meisten Elektroinstallationsfirmen sind heutzutage versiert in der Installation
von Ethernet-Netzwerksystemen.
Die Hauptvorteile eines Ethernet Netzwerkes
Der Ethernet-Netzwerkaufbau existiert als Standard schon seit vielen Jahren und hat sich als
sehr zuverlässig erwiesen. Als Hauptvorteile sind anzusehen:
• Weltweite Akzeptanz und Verfügbarkeit
• Generelle Standardisierung von Kabeln und Steckverbindern
• Hohe Bandbreite und schnelle Datenübertragungsgeschwindigkeiten
• Bidirektionaler Standard zum Senden und Empfangen von Befehlen
Ethernet im Beleuchtungs-Steuer-Netzwerk
Ein Beleuchtungssteuerungssystem, das auf Ethernet basiert, ermöglicht die Verbindung
verschiedenster Systemkomponenten untereinander. Dabei kann es sich beispielsweise um
ein Lichtstellpult handeln, das mit einem anderen Lichtstellpult an einem anderen Aufstellort
verbunden wird um so Daten zwischen den beiden Geräten austauschen zu können. Beide
Lichtstellpulte können beispielsweise Daten an einen Drucker senden.
In einem Ethernet-Netzwerk könnte auch ein Display im Zuscherraum oder einem
Fernsehstudio integriert werden, um so eine Kontrolle der Abfolge für den Lichtdesigner oder
den Techniker zu ermöglichen.
Obwohl DMX 512 als Datenübertragungsstandard sehr weit verbreitet ist, kann hier
heutzutage jedoch nicht immer den Anforderungen von modernen Lichtsystemen Rechnung
getragen werden, besonders betreffend der hohen Datenmengen und der verschiednen
Steuerbefehlsarten. DMX-Daten können über ein Ethernet-Netzwerk übertragen werden,
womit das Versenden von vielen verschiedenen Lichtsteuerinformationen überall hin in einem
Gebäude ermöglicht wird. Die Informationen können dann überall dort aufgenommen werden,
wo sie benötigt werden.
Datenspeicherung beispielsweise für ein Funksteuersystem oder eine Lichtsteuersoftware auf
einem Laptop, kann ermöglicht werden durch das Verbinden durch den Anschluß eines EIA-
232-Ports an einen PC oder Server im System.
Die Midi-Funktionalität ermöglicht das Übertagen von MIDI-Befehlen über das Ethernet-
Netzwerk zum Lichtstellpult (derzeit noch nicht implementiert).
Acht Schließkontakte können verwendet werden zum Fernauslösen von programmierten
Vorgängen auf einem Lichtstellpult. Dies bietet eine Vielzahl von Anwenderdefinierbaren
Funktionen mit unbegrenzten Möglichkeiten!
Ein Ethernet-Netzwerk kann auch leicht über Richtfunk mit Systemen in anderen Gebäuden
verbunden werden. Ebenso leicht läßt sich ein System über Telefon oder ISDN zur
Fernsteuerung über längere Strecken verbinden.
Das ADB Ethernet-Netzwerk
Charakteristig eines ADB Ethernet Netzwerkes
• Einfache Verkabelung
Die einfache Verkabelung ermöglicht das Übertragen von verschiedensten Signalarten über
ein einziges Kabelsystem: DMX, Monitore, Lichtstellpult-Synchronisationen.
• Einfache Kreuzschiene
Die Geräte NETGATE und NETGATE XT ermöglichen das die Verteilung von DMX-Signalen
im gesamten Gebäudekomplex, wobei komplizierte DMX-Kreuzschienen überflüssig werden.
• NETPORT
NETPORT bietet 2 DMX-Ein- und -Ausgänge.
• NETPORT XT
ADBs Geräteversion XT ist für den Anschluß an komplexere Netzwerke geeignet. Hier stehen
2 DMX-Universen von je 512 Kanälen zur Verfügung. Weiters arbeitet die Dimmer Management
Software mit dem Netport XT zusammen.
• DMX-Universe
Bis zu vier unabhängige DMX-Universe, d.h. 2048 DMX-Adresse stehen direkt ab dem
Lichtstellpultausgang zur Verfügung. Diese DMX-Universe stehen auch an den Ausgängen
der DMX-Ports von NETGATE und NETGATE XT zur Verfügung.
• DMX Import
DMX-Signale aus anderen Quellen können in Lichtstellpulte über deren DMX-Eingang
eingespeist werden oder über einen der Eingänge von NETGATE oder NETGATE XT.
• Komplettes Echtzeit-Tracking und direkte Havarie
Arbeiten Lichtstellpult im Synchonisations-Modus (bidirektionale Synchronisation), so wird
jede Aktion einer Maschine auf den anderen Maschinen parallel ausgeführt. Das System
überwacht den Betrieb der verschiedenen Lichtstellpulte, so daß die Havarieanlage
automatisch den Betrieb übernehmen kann, wenn die Hauptanlage nicht mehr reagiert.
• Schneller Datenaustausch
Ein ADB Ethernet-Netzwerk ermöglicht die Verbindung verschiedener Systemkomponenten.
Dadurch können beispielsweise die Daten eines Lichtstellpultes auf ein anderes über eine
weite Strecke ausgetauscht werden. Ein Drucker kann so von zwei Lichtstellpulten
verwendet werden. Dies bedeutet, daß jedes Pult auf dem Netzwerk Veranstaltungsdaten
laden oder speichern kann.
• Netzwerk- Server und -Drucker
Lichtstellpulte können mit speziellen Rechnern zur zentralen Verwaltung von Veranstaltungs
und Havariedaten verbunden werden.
• Fernüberwachung
Monitore, Laptops, Off-line-Editoren und/oder Datenserver können über das Netzwerk an ein
NETGATE XT oder beispielsweise einen tragbaren PC mit Off-line-Editing-Software
angeschlossen werden. Bis zu vier Monitore können an einem Netzwerk-PC betrieben
werden! Ein Datenserver kann beispielsweise die gesamte Referenzbibliothek aller
Veranstaltungen inklusive Probeaufnahmen eines Veranstaltungshauses enthalten. Weitere
Beispiele sind Verbindung aller Lichtstellpulte auf einem Netz für Synchronisation von
Monitoren, Tasteneinstellungen und Potentiometer.
• Multi-Anwender-Programmierung
Eine Veranstaltung kann gleichzeitig von zwei Beleuchtern auf zwei unterschiedlichen
Anlagen programmiert werden, z.B. ein Beleuchter für konventionelle und einer für
Bewegliche Scheinwerfer. Danach können beide Veranstaltungsteile zusammengemischt
werden.
• Multi-Merging
Diese Funktion ermöglicht das Mischen verschiedener Veranstaltungsteile, z.B., Misch-
Niveau von konventionellen Scheinwerfern, Farben und Gobos von Lichtstimmungen,
Bewegliche Scheinwerfer, etc... Dies ermöglicht auch den Import von Teilen einer
Veranstaltung, wie beispielsweise die Farb- und Goboeinstellungen von bestimmten
Beweglichen Scheinwerfern.
• Echtes Multitasking
Die ISIS®‚ Lichtstellpultsoftware bietet höchste Flexibilität und reduziert die Einleucht- und
Programmierzeit durch Verbindung von verschiedenen Lichtstellpulten in ein integriertes
System.
• Verbindung über weite Distanzen
Um Verbindungslängen von 100m auf 200m zu erhöhen können Standard Ethernet-Hubs
verwendet werden. Weitere Distanzen sollten besser mit Glasfaserkabeln verkabelt werden.
Zwar erhöht dies den Verkabelungsaufwand, es werden jedoch größere Distanzen erreicht.
Normalerweise werden Netzwerke Sternförmig aufgebaut, wobei die einspeisenden Geräte
mittels eigenem Kabel an einen Hub angeschlossenen werden. Sternverkabelung ermöglicht
einen robusten und zuverlässigen Netzaufbau, wobei einzelne Kabelfehler keine Auswirkung
auf den Rest des Netzwerkes haben. Die Ethernet-Signale werden über das Netz gesendet
und an den einzelnen Netzknoten umgewandelt und über lokale Verkabelung weitergeleitet.
• Kompatibilität
Alle ADB Lichtgeräte wie beispielsweise Havarieanlagen, Datenserver, Drucker und
Fernmonitore sind mit dem ADB Ethernet-Netzwerk kompatibel.
• Auswahl
Die Geräte NETPORT und NETPORT XT bieten die Wahl für beste Datenübertragung je nach
Netzwerkanforderungen und Budget:
® NETPORT bietet 2 separate DMX-Universe / Ausgänge und 2 DMX-Universe /
Eingänge, untergebracht in einer Box, die mit Winkel in ein 19” x 1U Rack eingebaut werden kann.
NETPORT-Geräte können vor Ort oder ferngesteuert vom Lichtstellpult aus konfiguriert werden.
® NETPORT XT bietet 2 separate DMX-Universe / Ausgänge und 2 DMX-Universe /
Eingänge, untergebracht in einer Box, die mit Winkel in ein 19” x 1U Rack eingebaut werden kann.
Jedoch mit dem Zusatz, dass die Dimmer Management Software mit dem NETPOOR XT
ausgeführt werden kann.
® ‘Ethernet Software’ für die Lichtstellpulte PHOENIX
® Netzwerkkarten für die Lichtstellpulte PHOENIX
® 24-Port Ethernet-Switch 100 Mbit/Sek.
• Gemeinsame ISIS® Software und Dateiformat
ISIS® -Software ist die Betriebsbasis für die Lichtstellpulte PHOENIX 2, PHOENIX 5,
PHOENIX 10, VISION 10, VISION RB Rack-Havarieanalge. Alle Funktionen, die auf einer
Maschine programmiert wurden, können von jeder anderen Anlage aus ausgeführt werden.
Downlaod
| Datenblatt |
|